Schwenk sieht Nordvariante kritisch

Für abgestimmtes Votum mit Nachbargemeinden / Lösung für Neuwirtshaus

Hünfeld. Die wieder aufkommende Diskussion um eine mögliche Nordvariante für die Verbindung Fulda-Meiningen über Hünfeld und Rasdorf sieht der CDU-Bürgermeisterkandidat Stefan Schwenk kritisch. Wie er in einer Presseerklärung schreibt, könne er sich in dieser Frage nur ein abgestimmtes Meinungsbild innerhalb der Interkommunalen Arbeitsgemeinschaft Hessisches Kegelspiel vorstellen.

Nachdem sich Rasdorf klar gegen eine Ortsumfahrung positioniert habe, komme für ihn als Bürgermeisterkandidat nur eine Lösung in Frage, die von einem einvernehmlichen Votum innerhalb der Arbeitsgemeinschaft getragen werde, erklärt Schwenk.

Auch für Hünfeld seien dabei ganz entscheidende Fragen zu diskutieren. Könnte die Stadt davon profitieren oder müsse sie nur größere Verkehrsmengen auf der B 27 und der Nordumgehung aufnehmen? Dies ist aus seiner Sicht ohnehin nur dann vorstellbar, wenn auch für die Ortsdurchfahrt von Neuwirtshaus eine Lösung gefunden werde, die die Menschen dort entlaste. Außerdem stelle sich die Frage nach zusätzlichem Verkehrslärm, vom dem beispielsweise, Rückers, Nüst, die Kernstadt oder auch das Buchfinkenland schon heute erheblich belastet würden, schreibt Schwenk

In den 90-er Jahren habe sich Fulda eindeutig gegen die Nordvariante positioniert und die B 87 N als Hochrhönquerung durchgesetzt. Hintergrund sei wohl gewesen, damit den Autobahnanschluss Fulda-Mitte zu erhalten. Schon damals hätten die Gemeinden im Hünfelder Land sehr deutlich die Position vertreten, dass diese Hochrhönquerung angesichts der hohen Kosten und naturschutzfachlichen Bedenken kaum eine Chance auf Realisierung habe. Nachdem das Vorhaben nun erwartungsgemäß gescheitert sei, so Schwenk, sehe er gegenwärtig keine Basis dafür, dass das Hünfelder Land jetzt als „Lückenbüßer“ für die damals von Fulda favorisierte Variante herhalten solle, so Schwenk. Er stehe gerne für eine sachliche Diskussion zur Verfügung, nun seien aber zunächst jene am Zug, die seinerzeit die jetzt gescheiterte Variante mit aller Macht durchsetzen wollten.